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Chronik (Langfassung) zum Download (.pdf 7MB)

Chronik Kurzabriss

Die nachweislich erste Erwähnung der Liebensteiner Feuerwehr ist im Sonneberger Tageblatt aus dem Jahr 1878 ersichtlich. Hier wurde von einem am 11.06.1878 statt gefundenen Feuerwehrtag in Salzungen ausgesagt: "außerdem war die wohlorganisierte Feuerwehr aus Schweina und Liebenstein am Platze, um die praktische Übung der hiesigen Feuerwehr in Augenschein zu nehmen".
Es handelte sich zwar noch um eine Pflicht- bzw. Turnerfeuerwehr, jedoch war diese schon relativ gut organisiert. Es ist anzunehmen, dass bereits schon früher die Turner- bzw. Pflichtfeuerwehr bestand, da die erste Feuerlöschordnung von Liebenstein aus dem Jahre 1874 die ersten Belange des Brandschutzes in unserem Ort regelt. Im Jahre 1879 erschien das neue Feuerwehrgesetz, nach dem unter anderem auch das Liebensteiner Feuerwehrwesen geregelt und gestaltet wurde.
Im Jahre 1883 wurde durch den Fabrikbesitzer Ludwig Heller die Freiwillige Feuerwehr Liebenstein gegründet. Die Wehrmänner trugen zum Dienst weiße Sackzeugschlupfblusen mit dem Abzeichen L.F. für Liebensteiner Feuerwehr und einen Lederhelm.
Im Jahr 1886 wurde eine Feuerspritze für 340,- Reichsmark angeschafft. Die Ausrüstung bestand damals aus Steigleitern, Gurten mit Karabinerhaken und Beilen für das Steigerkorbs.
Eine andere Abteilung bediente die Handdruckspritze. Übungen wurden Sonntags vor der Frühkirche im Hofe der Hellereschen Fabrik abgehalten. Die Stärke der Liebensteiner Wehr betrug zeitweise vor dem 1. Weltkrieg 150 Mann inklusive der Pflichtfeuerwehr, welche neben  der Freiwilligen Feuerwehr weiterhin bestand. Nach dem 1. Weltkrieg gab es einen  gewaltigen Einbruch in der Feuerwehr, denn ein großer Teil der Männer blieben dem Feuerwehrdienst ganz fern. Unter Beihilfe des  Bürgermeisters wurde ein neuer Orstbrandmeister gewählt, so dass man auch aus dieser Misere kam. Bis 1930 war die Feuerwehr in einem Geräteschuppen im heutigen Kindergarten im Schulweg untergebracht. Die Gemeinde kaufte auf drängen der Feuerwehr 1930 das Anwesen in der Rohstraße 8, da das alte Domiziel viel zu klein war. Jetzt konnten sich die Wehrmänner frei entfalten. Das Gebäude wurde mit einem Steigerturm versehen, so dass auch an diesem Objekt die Leiterübungen durchgeführt werden konnten. Nasse Schläuche konnten nun auch endlich zum trocknen aufgehängt werden.
Während des 2. Weltkrieges schrumpfte die Wehr immer mehr zusammen. In den Kriegsjahren wurde sogar in Kassel und Eisenach durch die Liebensteiner Wehr Einsätze gefahren. Als Einsatzfahrzeug diente damals ein LF 15, welches der Liebensteiner Feuerwehr 1942 übergeben wurde.
Nach dem Kriegsjahren erholte sich die Stärke der Liebensteiner Feuerwehr relativ rasch. Man hatte nun mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn die neu beschafften Einsatzfahrzeuge, welche sich in einem erbärmlichen Zustand befanden und durch die Kameraden wieder flott gemacht wurden, sind nach und nach zu den neugegründeten Berufsfeuerwehren Eisenach und Bad Salzungen abgezogen wurden.
1960 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Bad Liebenstein ein Fabrikneues LF 16 vom Typ S 4000. Dieses Fahrzeug wurde im Jahr 1985 durch ein LF 8 LO ersetzt.
Mit der Wende 1990 änderte sich das Einsatzaufkommen enorm. Die vorhandene Technik genügte den Anforderungen nicht mehr. Auch das Feuerwehrgerätehaus entsprach auf Grund der angeschafften Technik nicht mehr den Anforderungen. Der ehemalige Lokschuppen in der Ladestrasse wurde umgebaut und eine neue Fahrzeughalle wurde angebaut. Im Dezember 2006 erfolgte die Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses. Als Einsatzfahrzeuge stehen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenstein ein LF 8/6, ein TLF 16/25, ein MZF sowie ein ELW 1 zur Verfügung. Die Qualifizierung der Feuerwehrkameraden wird ständig verbessert und erhöht.
Unter dem bei der Gründungsveranstaltung 1883 gegebenen Wahlspruch "zu helfen wo an Hilfe Not, ist unsrer Wehr ein streng Gebot" wird auch in Zukunft auf unsere Kameraden immer Verlass sein.
Freiwillige Feuerwehr Bad Liebenstein  | info@feuerwehr-bali.de